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Int. Hill Climb

51° Gurnigel Bergrennen / Divacka 13 Divaky 2022

Eric Berguerand feiert am am Gurnigel den Gesamtsieg und krönt sich zum Champion
David Komarek ist in Divaky nicht zu biegen und sichert sich vorzeitig die Meisterschaft


51° Gurnigel Bergrennen 2022

Das Finale zur Schweizer Bergmeisterschaft 2022 ging am vergangenen Wochenende am Gurnigel über die Bühne. Nachdem sich der Trainingstag noch von seiner unfreundlichen Seite mit Regen präsentierte, entschädigte purer Sonnenschein den Veranstalter sowie die Fahrer und Zuseher am Renntag. Dabei kamen über 10.000 Zuseher an die anspruchsvolle, knapp 4km lange Strecke im malerischen Gantrischgebiet in der Nähe von Bern.

Im Kampf um den Gesamtsieg konnte sich Eric Berguerand (Titelbild) mit seinem spektakulären Lola FA99 Cosworth F3000 erneut durchsetzen. Mit einer herausragenden Performance verbesserte er im 1. Rennlauf seinen eigenen Streckenrekord aus 2018 um 0,3sec., weshalb er seinen fünften vollen Erfolg in diesem Jahr realisieren konnte. Damit krönte er sich auch zum Schweizer Bergchampion. Auf dem zweiten Platz folgte der junge Schweizer Robin Faustini (Foto), der am Gurnigel mit seinem Osella FA30 Zytek eine mehr als grandiose Performance ablieferte. Mit einer spektakulären Vorstellung konnte er nicht nur die Zuseher entlang der Strecke begeistern, sondern in Rennlauf 2 auch die Gesamtbestzeit realisieren. Damit hielt sich sein Rückstand auf den Sieger mit knapp über 1sec. nach zwei gewerteten Rennläufen in engen Grenzen. Das Podium komplettierte mit lediglich 0,3sec. Rückstand Lokalmatador Marcel Steiner, der jedoch mit seinem LobArt LA01 Honda Turbo nicht gerade optimal in den Renntag startete. Nach einem leichten Leitplankenkontakt in Lauf 1 konnten die Mechaniker den Rennboliden rechtzeitig für die weiteren Rennläufe reparieren. Schlussendlich stand ein weiteres spitzen Resultat für ihn in diesem Jahr zu Buche.

Rang Vier im Gesamtklassement ging an Thomas Amweg und dessen legendären Lola 94/50 F3000, mit dem er erneut vorlieb nehmen musste. Mit einer famosen Vorstellung am Steuer dieses Boliden stand für ihn am Ende des Wochenendes ein spitzen Resultat zu Buche. Die Top5 komplettierte Michael Zemp mit seinem Norma M20FC Honda, der auch am Gurnigel mit einer herausragenden Vorstellung zu überzeugen vermochte. Mit exzellenten Zeiten war er erneut schnellster 2l Pilot an diesem Wochenende, wobei auch Gesamt in der E2-SC Klasse mit Rang Zwei ein Topergebnis zu Buche stand. Platz Sechs Gesamt ging an den schnellsten 2l Formelpiloten mit Joel Burgermeister (Foto), der mit seinem Tatuus F4 T014 Turbo auch auf dieser anspruchsvollen Strecke zu überzeugen vermochte. Dabei konnte er die starke Konkurrenz in dieser Klasse erfolgreich auf Distanz halten.

Diese wurde übrigens von Thomas Zürcher am Gurnigel angeführt, der gleich bei seinem ersten Start am Berg in diesem Jahr mit dem Tatuus F4 T014 Turbo zu begeistern vermochte. Mit famosen Zeiten konnte er Christian Balmer mit dem Tatuus Formel Master S2000 erfolgreich auf Distanz halten und diesen auf den dritten Platz verweisen. Rang Vier ging an den zweifachen Saisonsieger Philip Egli im Dallara F393 EPR-5 noch vor Roland Bossy und dessen Dallara F314 Spiess. Bei den 3l Formelboliden konnte sich Platz Vier übrigens Yves Hängärtner (Foto) sichern, der gleich bei seinem ersten Bergrennen mit dem Dallara GP3 EGMO Turbo eine herausragende Performance ablieferte. Mit famosen Zeiten konnte er dabei Joel Grand erfolgreich auf Distanz halten. Dieser nahm erstmals am Steuer des Reynard 97D F3000 von Simon Hugentobler Platz und konnte damit eine durchaus erfolgreiche Premiere absolvieren. Vor allem in Rennlauf 2 gelang ihm eine mehr als eindrucksvolle Zeit am Gurnigel. Dahinter kam noch Roberto Servalli mit dem spektakulären Reynard K01 F3000 in die Wertung.


Bei den Tourenwagen agierte wie schon so oft in dieser Saison Reto Meisel (Foto) in einer eigenen Liga. Mit seinem Mercedes SLK 340 Judd konnte er auch auf der anspruchsvollen Strecke am Gurnigel für Furore sorgen und mit einer herausragenden Performance überzeugen. Mit einem neuen Streckenrekord, wobei er um über 4sec. unter seiner eigenen Bestmarke blieb, feierte er gebührend seinen Meistertitel. Auf dem zweiten Platz folgte bei den Tourenwagen Roger Schnellmann mit dem brachialen Mitsubishi Lancer Evo 8 J-Spec, der jedoch am Renntag ein wenig mit der Technik haderte und deshalb auch auf den 3. Rennlauf verzichten musste. Dennoch konnte er mit seinen gefahrenen Zeiten ein weiteres Topergebnis fixieren und seine ausgezeichnete Saison mit diesem exzellenten Resultat krönen. Das Podium komplettierte der Deutsche Jürgen Gerspacher, der mit dem VW Golf 2 Turbo eine mehr als beeindruckende Performance ablieferte. Mit einer eindrucksvollen Leistung gelangen ihm ausgezeichnete Zeiten auf der knapp 4km langen Strecke, weshalb man dieses Topergebnis realisieren konnte.

Vierter im Gesamtklassement wurde der Schweizer Bruno Sawatzki mit dem Porsche 991 GT3 Cup, der mit seiner beherzten Fahrweise am Gurnigel für Furore sorgen konnte. Dabei konnte er die zahlreichen Zuseher entlang der Strecke begeistern und mit exzellenten Zeiten auch die Gruppe InterSwiss für sich entscheiden. Mit gerade einmal 1sec. Rückstand komplettierte Frederic Neff die Top5 bei den Tourenwagen. Am Steuer des mächtigen Porsche 996 GT2 R konnte er sich hervorragend in Szene setzen und mit seiner beherzten Fahrweise für Furore sorgen. Nach einer famosen Leistung stand in der Gruppe InterSwiss der zweite Rang für ihn zu Buche. Sechster Gesamt wurde Martin Bürki (Foto) mit dem BMW E30 M3, der bei den E1 Boliden bis 3l Hubraum in einer eigenen Liga agierte und mit großartigen Zeiten seinen bislang wohl größten Erfolg im Bergrennsport feiern konnte.

Bei den 2l Boliden konnte sich wie zu erwarten Sebastien Coquoz mit dem Opel Kadett C 16V auch am Gurnigel durchsetzen. Dabei konnte er Reto Steiner (Foto) mit dem einmalig klingenden Ford Escort RS V6 sowie Fabien Houlmann im Peugeot 206 GTI 16V erfolgreich auf Distanz halten. Und bei den 1,6l Boliden konnte Martin Bürki mit seinem VW MB Polo 2 16V auch am Gurnigel den vollen Triumph bejubeln. Dabei konnte er sich gegen Christoph Mattmüller und dessen VW Mattmüller Scirocco 16V aus der Gruppe InterSwiss sowie gegen Stephan Burri im VW Minichberger Polo 2 16V aus der E1 Klasse erfolgreich durchsetzen. Pech hatte leider Mitfavorit Romeo Nüssli mit dem spektakulären Ford Escort Cosworth, dem die Technik bereits im Training einen Strich durch die Rechnung machte. Damit musste einer der Anwärter auf den vollen Erfolg bei den Tourenwagen vorzeitig die Segel streichen.

Hier der Link zum Gesamtergebnis

Photos by Peter Hartmann


Divacka 13 Divaky (Tschechien)

Das Bergrennen im tschechischen Divaky sorgte für spannenden Bergrennsport. Mit dem Wetter hatte man jedoch an beiden Tagen ein wenig zu hadern. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag setzte am späten Nachmittag Regen ein. Am ersten Tag mussten die letzten Teilnehmer die anspruchsvolle Strecke bei nassen Verhältnissen in Angriff nehmen, ehe am Sonntag auf Rennlauf 3 fast alle Piloten verzichteten.

Im Kampf um den Gesamtsieg feierte an beiden Tagen der Tscheche David Komarek den vollen Erfolg. Mit seinem McLaren F1 Evo ließ er der Konkurrenz in Divaky keine Chance, wobei er sich am Sonntag doch ordentlich strecken musste. Am Ende behielt er in beiden Rennen die Oberhand mit dem spektakulären Boliden. Mit gerade einmal 1sec. Rückstand folgte am Sonntag der Oberösterreicher Ferdinand Madrian (Foto) auf dem zweiten Platz, der somit seine zuletzt eindrucksvollen Leistungen erneut bestätigte. Mit dem Norma M20FC NME vermochte er sich herausragend in Szene zu setzen, wobei ihm im 2. Rennlauf sogar die Bestzeit gelang. Einen Tag zuvor verlor er im Regen eine weitaus bessere Platzierung als der schlussendlich zu Buche stehende fünfte Gesamtrang. An diesem Tag ging der zweite Platz Gesamt an den Tschechen Jiri Spalek und dessen spektakulären Norma M20F Mitsubishi Turbo, der auch auf dieser Strecke eine grandiose Leistung ablieferte. Dabei konnte er mit großartigen Zeiten überzeugen und weitere Topergebnisse realisieren, da man sich auch am Sonntag mit Rang Drei durchaus zufrieden zeigte.

Das Podium Gesamt komplettierte am Samstag der Tscheche Jaroslav Surowka (Foto) mit dem Norma M20 Honda, der somit als schnellster 2l E2-SC Pilot zu überzeugen vermochte. Bei seinem ersten Rennen in diesem Jahr konnte er famose Zeiten realisieren, welche ihn auch am Sonntag zum ausgezeichneten vierten Platz führten. Der Steirer Christian Ferstl konnte am Samstag den zweiten Platz bei den 2l Formelboliden mit seinem Tatuus Formel Master S2000 realisieren. Jedoch haderte man mit Benzindruckproblemen, weshalb man auf einen Start am Sonntag mit dem „italienischen Boliden“ verzichten musste. Der Sieg ging an beiden Tagen an den Tschechen Jan Osladil sen. mit dem Tatuus Renault FR 2.0, der mit tollen Zeiten zu überzeugen vermochte.


Rang Zwei bei den Tourenwagen ging an beiden Tagen an die Tschechin Kristyna Fillova (Foto), die mit ihrem Mitsubishi Lancer Evo 9 eine hervorragende Performance ablieferte. Dabei konnte sie in beiden Rennen die Klasse E1 über 2l Hubraum 4wd für sich entscheiden und ihre bislang herausragende Saison auch in Divaky nahtlos fortsetzen. Leider Pech hatte bei diesem Rennen der Passauer Bergroutinier Helmut Maier, der mit seinem VW Spiess-Golf 16V am Samstag nach Rennlauf 1 vorzeitig die Heimreise antreten musste. Dabei machte ihm die Technik im roten Boliden einen Strich durch die Rechnung. Bei den Serienboliden konnte der Niederösterreicher Stefan Schütz mit dem Seat Leon TDI mit den Rängen Drei und Vier überzeugen. Ein Ausritt im Samstagstraining blieb zum Glück ohne größere Folgen. Auch sein Landsmann Rene Bruckner konnte am Steuer des VW Golf 3 überzeugen und sich die Plätze Vier und Sechs in der stark besetzten 2l Klasse an die Fahne heften. Bei den Historischen konnte der Niederösterreicher Manfred Zöchling mit dem VW Golf 1 GTI den vollen Erfolg realisieren. Mit famosen Zeiten konnte er die Klasse HA1-K an beiden Tagen für sich entscheiden. Rang Zwei ging in beiden Rennen an die junge Niederösterreicherin Victoria Schütz, die heuer erstmals am Steuer ihres gelben VW Golf 1 GTI Platz nahm. Mit einer beherzten Leistung konnte sie dabei tolle Zeiten auf dieser anspruchsvollen Strecke realisieren.

Hier der Link zum Gesamtergebnis – Samstag

Hier der Link zum Gesamtergebnis – Sonntag

Photos by Czech Hillclimb Photographs

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