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Gerhard Schermann beendet seine aktive Karriere

Der Burgenländer Gerhard Schermann war seit 1979 aktiver Motorsportler


 

Nach fast 40 Jahren in der heimischen Motorsportszene beendet Gerhard Schermann seine aktive Rennfahrerkarriere. Gesundheitliche Gründe sorgten nun dafür, dass man sich zu diesem schweren Schritt entschließen musste. Trotzdem möchte Gerhard aber so gut es geht seinen Sohn Kevin im Motorsport unterstützen, wobei dieser mit einem Peugeot 106 schon tolle Erfolge im Rallyecross erzielen konnte.

Die Karriere von Gerhard Schermann begann 1979 im Autocrash. Dort baute man über die Jahre auch einen großen und erfolgreichen Verein auf, welcher ca. 100 Mitglieder zählte. Nach knapp 23 Jahren suchte man jedoch nach einer neuen motorsportlichen Herausforderung. Diese fand man im Rallyecross, wo man mit einem Suzuki Swift GTI sicherlich zu den spektakulärsten Piloten zählte. Im Jahr 2003 kam man dann erstmals auch mit dem Bergrennsport in Berührung. Beim Bergrallyelauf am Pöllauberg war man erstmals mit dem Suzuki Swift GTI am Start. Das Hauptaugenmerk lag zu dieser Zeit aber weiterhin im Rallyecross, wobei ab 2004 ein Skoda Fabia zum Einsatz kam. Mit diesem Boliden konnte Gerhard einige Podiumsplatzierungen einfahren, ehe man 2007 dann endgültig Richtung Bergrennsport einschlug. Dafür wurde der Suzuki Swift GTI wieder zurückgekauft und für die Gruppe E1 bis 1,4l Hubraum aufgebaut.

Fortan war man zunächst im Bergrallyecup unterwegs, ehe man sich im Laufe der Jahre mehr dem internationalen Bergrennsport widmete. Die Rennen in Italien und Slowenien zählten dabei zu den Lieblingsevents von Gerhard. Im Jahr 2012 war dann das letzte Jahr für den bekannten Suzuki Swift GTI, wobei ein zunächst harmlos aussehender Überschlag beim Bergrennen St. Urban doch einen erheblichen Schaden an der Karosserie nach sich zog. Über den Winter wurde bei Simon Car in Ungarn eine neue Karosserie angekauft und so kam ab 2013 ein neuer Suzuki Swift GTI zum Einsatz. Mit diesem feierte er unzählige Klassensiege in der damals noch stark besetzten 1,4l Klasse nach E1 Reglement. Dabei konnte Gerhard mit seinem Team auch mehrmals die Berg-ÖM Klassenwertung in der Division III für sich entscheiden. Sein letztes Rennen absolvierte Gerhard beim italienischen Bergklassiker in Cividale im Jahr 2017. Nach einer Reglementänderung wollte man dann nach einem Jahr Pause mit einem neuen Motor in den Bergrennsport zurückkehren…

Gerhard wird uns nicht nur als spektakulärer Fahrer seines Suzuki Swift GTI in Erinnerung bleiben, sondern auch als ein äußerst hilfsbereiten Menschen, der auch Nächtelang an Fahrzeugen seiner Fahrerkollegen schraubte um diese wieder einsatzfähig zu bekommen. Auf diesem Weg wünschen wir Gerhard alles Gute, und vielleicht sehen wir uns noch bei dem ein oder anderen Bergrennen.


 

Fotos aus den letzten Jahren


 

Video aus der Saison 2010

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Last Updated on 20. August 2020 by Wolfgang Maringer

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