Connect with us

Int. Hill Climb

60° Coppa Paolino Teodori

Simone Faggioli gewinnt den Krimi im italienischen Ascoli mit neuem Streckenrekord
Ronnie Bratschi feiert den Gesamtsieg bei den Tourenwagen

Photos by ACI Sport


Gesamtergebnis Coppa Paolino Teodori – Berg-EM

Gesamtergebnis Coppa Paolino Teodori – CIVM


Der italienische Highspeedklassiker in Ascoli sorgte in für ein Bergrennsportfestival der Extraklasse. Auf der knapp über 5km langen Strecke sorgte beim 60jährigen Jubiläum der Coppa Paolino Teodori ein extrem hochwertiges Starterfeld für spannende Rennläufe. Zudem forderten die hohen Temperaturen über der 30°C Marke die Piloten und Boliden noch mehr als sonst. Das machte sich am Renntag durch einige längere Unterbrechungen bemerkbar, wobei zum Glück alle Zwischenfälle für die Fahrer glimpflich ausgingen. Der Zeitplant wurde jedoch enorm strapaziert und so konnte der 2. Rennlauf erst um 18.30 Uhr für beendet erklärt werden.

Zum Sportlichen, wo sich im italienischen Gigantenduell diesmal wieder Simone Faggioli (Titelbild) durchsetzen konnte. Mit seinem Norma M20FC Zytek musste er zwar in Rennlauf 1 noch einen knappen Rückstand in Kauf nehmen. Im 2. Rennheat konnte sich der mehrfache Champion aber entscheidend steigern und schlussendlich mit neuem Streckenrekord den Gesamtsieg realisieren. Dabei konnte er die Bestzeit bei der Coppa Paolino Teodori um 2sec. nach unten schrauben und nach zwei gewerteten Rennläufen einen Vorsprung von 0,6sec. herausfahren. Christian Merli (Foto) lieferte aber erneut eine beeindruckende Performance am Steuer seines Osella FA30 Zytek LRM ab, wobei er in Rennlauf 1 seinen eigenen Rekord aus 2018 deutlich unterbieten konnte. Im 2. Rennheat konnte er sich aber nicht mehr steigern, womit ihm am Ende wenige Zehntelsekunden auf den Gesamtsieg fehlten. Mit dem Sieg in der Gruppe D, E2-SS konnte er aber erneut volle Punkte für die Meisterschaft realisieren. Das Podium komplettierte in Ascoli der Sizilianer Domenico Cubeda, der am Steuer seines Osella FA30 Zytek LRM eine beeindruckende Vorstellung ablieferte. Mit einer exzellenten Leistung konnte er mit ausgezeichneten Zeiten auf der knapp über 5km langen Strecke glänzen und sich somit gegen die weiteren Konkurrenten durchsetzen. Rang Zwei gab es zudem in der Klasse der Single-Seater für ihn und seinen orange-weißen Rennboliden zum drüberstreuen.

Auf dem vierten Gesamtrang folgte der an diesem Wochenende überragend agierende Achille Lombardi (Foto), der mit seinem 2l Osella PA2000 Evo für eine unglaubliche Show bei der Coppa Paolino Teodori sorgte. Mit einer spektakulären Performance konnte er nicht nur den Klassensieg fixieren, sondern auch den bestehenden Streckenrekord in seiner Klasse eindrucksvoll unterbieten. Rang Zwei in der E2-SC Klasse war schlussendlich die Draufgabe für den Süditaliener. Die Top5 komplettierte der Trentiner Diego Degasperi mit dem Osella FA30 Zytek, der in Ascoli eine ebenfalls starke Vorstellung ablieferte. In Rennlauf 2 hatte er jedoch Pech, dass er seinen Lauf wiederholen musste. Trotzdem konnte er sich den dritten Rang in der Gruppe D, E2-SS sichern und somit ein weiteres, hervorragendes Resultat in dieser Saison fixieren. Rang Sechs im Gesamtklassement ging nach einem spannenden Duell an Domenico Scola bei seinem erst zweiten Rennen im Osella PA2000 Evo. Mit einer beeindruckenden Vorstellung konnte er sich herausragend in Szene setzen und mit dem zweiten Rang bei den 2l Boliden der Klasse E2-SC glänzen.

Mit einem Rückstand von lediglich 0,08sec. (!) folgte auf Platz Sieben Gesamt der junge Sizilianer Luigi Fazzino mit dem Osella PA2000 Turbo, der eine ebenfalls starke Performance bei der Coppa Paolino Teodori ablieferte. Dabei konnte er sich exzellent in Szene setzen und mit dem dritten Rang in der 2l Klasse der Gruppe E2-SC ein exzellentes Ergebnis fixieren. Die Top8 Gesamt komplettierte sein sizilianischer Landsmann Franco Caruso im Norma M20FC Zytek, der eine ebenfalls starke Leistung in Ascoli ablieferte. Dabei konnte er mit seinen gefahrenen Zeiten bei den E2-SC Sportprototypen im Zuge der Berg Europameisterschaft sogar Rang Zwei realisieren, als zweitschnellster 3l Pilot. Am Ende fehlten ihm auf seinen jungen Landsmann gerade einmal 0,22sec. (!) nach zwei gewerteten Rennläufen. Mit einem Rückstand von 0,9sec. ging der neunte Platz in Ascoli an den Franzosen Sebastien Petit (Foto), der mit seinem Nova NP 01-2 Judd GAS39 EMAP somit bester „Nicht-Italiener“ bei diesem Rennen wurde. Im Zuge der Berg Europameisterschaft konnte er sich den dritten Platz in der E2-SC Klasse sichern und somit ein weiteres Topergebnis gegen die starke Konkurrenz realisieren.

Die Top10 bei der Coppa Paolino Teodori komplettierte Angelo Marino mit seinem Osella PA30 Zytek LRM, der bei seinem erst zweiten Bergrennen mit diesem Boliden eine beeindruckende Leistung ablieferte. Dabei konnte er sich im Laufe des Wochenendes immer weiter steigern und vor allem in Rennlauf 2 eine herausragende Zeit erreichen. Damit stand im Zuge der CIVM der eindrucksvolle dritte Rang in der 3l Klasse der Gruppe E2-SC zu Buche. Rang 11 Gesamt sicherte sich der italienische Routinier Piero Nappi (Foto) mit seinem Osella PA30 Judd, der bei diesem exzellent besetzten Rennen eine ebenfalls großartige Vorstellung ablieferte. Mit starken Laufzeiten konnte er sich den großartigen vierten Rang bei den 3l Boliden der E2-SC Klasse sichern und damit ein spitzen Ergebnis fixieren. Platz 12 Gesamt ging an den jungen Italiener Giancarlo Maroni im Osella PA 21 JRB Evo, der seine bislang starke Saison 2021 mit einem weiteren Topergebnis krönen konnte. Zudem konnte er die 1600er Klasse im Zuge der Gruppe E2-SC für sich entscheiden. Mit gerade einmal 0,16sec. Rückstand ging der 13. Gesamtrang an den Sardinier Sergio Farris im spektakulären Lola B99 Super Evp FA30, der in Ascoli mit einer großartigen Vorstellung zu überzeugen vermochte. Nach einem spannenden Kampf konnte er zudem den herausragenden vierten Platz in der Gruppe D, E2-SS realisieren und somit ein großartiges Ergebnis fixieren.

Platz 14 im Gesamtklassement ging an den jungen Tschechen Petr Trnka (Foto), der mit seinem Norma M20FC Mugen eine spektakuläre Vorstellung in Ascoli ablieferte. Gegen die starke Konkurrenz bei seinem erst dritten Einsatz gab er aber ganz offen zu, dass er noch einiges mit diesem Boliden lernen muss. Trotzdem stand in der Berg-Europameisterschaft der großartige vierte Platz in der E2-SC Klasse für ihn und sein Team zu Buche. Auf dem 15. Platz folgte der Sizilianer Angelo Bonforte mit dem Osella PA 21/S Evo, der bei der Coppa Paolino Teodori ein exzellentes und fehlerfreies Rennen absolvierte. Damit konnte er sich in der 2l Klasse der Gruppe E2-SC mit dem vierten Rang ein mehr als beachtliches Ergebnis an die Fahnen heften. Dahinter folgte sein sizilianischer Landsmann Samuele Cassibba mit dem Osella PA 21 JRB, der die 1000er Klasse in der Gruppe E2-SC in eindrucksvoller Art und Weise für sich entscheiden konnte. Platz 17 Gesamt ging an den Schweizer Simon Hugentobler im spektakulären Osella PA30 Cosworth, der erstmals in Ascoli an den Start ging und dabei eine exzellente Leistung ablieferte. Im Zuge der Berg-EM konnte er sich zudem den starken fünften Platz in der Gruppe E2-SC sichern. Dabei konnte er Meisterschaftsübergreifend den sizilianischen Routinier Giovanni Cassibba im mächtigen Osella PA30 Zytek doch recht deutlich auf Distanz halten.

Leider gab es auch einige Ausfälle von Toppiloten zu verzeichnen, wobei im 1. Rennlauf der junge Sardinier Giuseppe Vacca (Foto) davon betroffen war. Mit seinem Osella PA2000 Evo hatte er nach einem starken Training einen Unfall zu verzeichnen, wobei dieser zum Glück für ihn glimpflich ausging. Und in Rennlauf 2 erwischte es auch den noch den italienischen Routinier Renzo Napione, der seinen spektakulären Reynard K02 F3000 mit einem technischen Gebrechen im Mittelteil abstellen musste. Damit musste auch er bei der Coppa Paolino Teodori nach einem soliden 1. Rennlauf einen Ausfall zur Kenntnis nehmen. Bereits bei der technischen Abnahme kam es zu einer Kontroverse um den Sizilianer Francesco Conticelli, dessen Osella FA30 Zytek von den technischen Kommissaren als nicht regelkonform eingestuft wurde. Daraufhin wurde ihm die Starterlaubnis sowohl für die Berg-EM als auch für die CIVM entzogen, und das obwohl man heuer schon 2 Meisterschaftsläufe absolvierte. Daraufhin zog auch sein Vater Vincenzo Conticelli mit dem Osella PA30 Zytek Evo seinen Start in Ascoli zurück und das Team trat vorzeitig die Heimreise an. Bleibt zu hoffen das zumindest für die nationalen Rennen hier eine baldige Lösung gefunden werden kann…


Spannung pur kam auch bei den Tourenwagen auf, wo schlussendlich der Schweizer Ronnie Bratschi (Foto) als Sieger hervorging. Mit seinem Mitsubishi Lancer Evo 7 RS EGMO konnte er sich mit einer beeindruckenden Performance herausragend in Szene setzen und am Ende des Wochenendes den Gesamtsieg realisieren. Zudem konnte er in Rennlauf 2 einen neuen Streckenrekord fixieren, nachdem dieser mehrmals am Renntag unterboten wurde. Dabei gelang es ihm als ersten Tourenwagenpiloten die 2:27min. Schallmauer in Ascoli zu durchbrechen. Für die Berg-Europameisterschaft blieb aber ein bitterer Beigeschmack, da sich leider zu wenig Fahrer in der PF-Klasse 1 anmeldeten und deshalb nur halbe Punkte vergeben wurden. Rang Zwei Gesamt ging mit einem minimalen Rückstand von 0,5sec. an den Italiener Marco Gramenzi, der bei der diesjährigen Coppa Paolino Teodori über sich hinauswuchs und die wohl beste Leistung mit dem Alfa Romeo 4C Judd ablieferte. Mit dem spektakulären Boliden konnte er beeindruckende Zeiten realisieren und sich am Ende des Wochenendes dieses Topergebnis sichern. Zudem stand der Sieg bei den E2-SH Boliden für ihn und sein Team zu Buche, inklusiv neuem Streckenrekord für diese Klasse.

Das Podium komplettierte in Ascoli Lokalmatador Alessandro Gabrielli, der eine ebenfalls herausragende Leistung bei seinem Heimrennen ablieferte. Am Steuer seines Alfa Romeo 4C Picchio Turbo konnte er mit eindrucksvollen Zeiten überzeugen und sich exzellent in Szene setzen. Mit einem Rückstand von 1,2sec. stand für ihn der zweite Rang bei den E2-SH Boliden zu Buche. Rang Vier ging bei den Tourenwagen an den Italiener Carmine Tancredi, der mit seinem Ford Escort Cosworth eine eindrucksvolle Vorstellung ablieferte. Vor allem in Rennlauf 2 konnte er sich nochmals entscheidend steigern und damit die E1 Klasse für sich entscheiden. Auch er konnte dabei den bestehenden Rekord verbessern und damit seine gezeigte Leistung nochmals unterstreichen. Die Top5 Gesamt komplettierte der Pole Sebastian Dubaj Gasior mit dem Mitsubishi Lancer Evo 9 AMS, der erstmals diese anspruchsvolle Strecke in Italien in Angriff nahm. Dabei konnte er mit exzellenten Zeiten überzeugen und sich am Ende den Sieg in der Berg-EM PF-Klasse 2 sichern, wobei es in dieser Wertung sogar zum zweiten Tourenwagengesamtrang reichte. Sechster wurde der Italiener Luca Gaetani (Foto) mit dem Ferrari 488 Challenge, der im Zuge der CIVM die GT-Klasse einmal mehr in dieser Saison für sich entscheiden konnte. Aber auch in der Berg-Europameisterschaft konnte er in der PF-Klasse 1 mit dem großartigen zweiten Rang sichern.

Dahinter ging Platz Sieben Gesamt bei den Tourenwagen an den Italiener Francesco Montagna im blauen Lamborghini Huracan Supertrofeo, der sich somit den hervorragenden zweiten Platz in der Gruppe GT an die Fahnen heften konnte. Mit exzellenten Zeiten lieferte er in seiner Premierensaison in der CIVM seine bislang wohl beste Leistung ab. Die Top8 komplettierte der italienische Routinier Roberto di Giuseppe mit dem legendären Alfa Romeo 155 GTA, der in Ascoli mit einer großartigen Vorstellung zu überzeugen vermochte. Damit konnte er sich auch in der E1 Klasse den eindrucksvollen zweiten Rang an die Fahnen heften. Dahinter ging der neunte Platz an seinen Landsmann Antonino Migliuolo (Foto) im Mitsubishi Lancer Evo 9, der mit einer tadellosen Leistung sich am Ende einmal mehr die PF-Klasse 3 im Zuge der Berg Europameisterschaft sichern konnte. Damit baute er seine Meisterschaftsführung bei den Tourenwagen weiter aus, wobei er diesmal wohl auch durch den Ausfall eines schnelleren Konkurrenten profitierte. Die Top10 komplettierte Andrea Palazzo mit dem Peugeot 308 RC, der mit einer beeindruckenden Performance die in Italien stark besetzte Gruppe RS für sich entscheiden konnte.

Im Zuge der Europameisterschaft feierte in der PF-Klasse 4 der Slowake Peter Ambruz einen vollen Erfolg mit seinem Mitsubishi Lancer Evo 9. Mit starken Zeiten konnte er dabei den jungen Kroaten Matija Jurisic im wunderschönen Skoda Fabia S2000 auf Distanz halten, der aber mit Rang Zwei ein ebenfalls beeindruckendes Ergebnis realisieren konnte. Das Podium komplettierte die Italienerin Gabriella Pedroni auf einem weiteren Mitsubishi Lancer Evo 9 noch vor dem Tschechen Jiri Osmera im VW Scirocco 16V. Die PF-Klasse 5 konnte schlussendlich der Slowene Ales Prek mit dem Honda Civic Type R für sich entscheiden und damit einen vollen Erfolg in Ascoli fixieren. Rang Zwei ging an den spektakulär agierenden Ungarn Norbert Nagy im BMW E36 M3, der jedoch in Rennlauf 2 aufgrund einer gebrochenen Halbachse sich nur mit verminderter Geschwindigkeit ins Ziel retten konnte. In Rennlauf 1 betrug sein Rückstand auf den Honda Piloten gerade einmal 0,6sec., womit es hier wohl noch spannend geworden wäre. Das Podium komplettierte die Slowakin Anna Ambruz mit ihrem Opel Astra OPC. Und in der PF-Klasse 3 gingen die weiteren Podestplätze hinter dem italienischen Sieger an den Tschechen Tomas Vavrinec (Foto) im Mitsubishi Lancer Evo 9 und an den Slowaken Ivan Mutnansky im Skoda Fabia R5. Rang Vier sicherte sich noch der Italiener „Gabry Driver“, der diesmal auf einen Peugeot 207 S2000 zurückgreifen musste, da sein gewohnter Renault Clio R3 Proto nicht einsatzbereit war.

Leider gab es auch einige Ausfälle zu verzeichnen, unter anderem vom Süditaliener Giuseppe Aragona (Foto) im Mini Cooper S. Dieser drehte sich im Mittelteil mit seinem spektakulären Boliden, womit er es leider nicht in die Wertung schaffte. Nach der famosen Bestzeit in der PF-Klasse 3 in Rennlauf 1 war dieser Ausfall für ihn natürlich umso bitterer. Und einmal mehr in dieser Saison nicht vom Glück verfolgt war der Italiener Rosario Iaquinta, der bereits in Trainingslauf 2 einen Ausritt mit seinem Lamborghini Huracan Supertrofeo zu verzeichnen hatte. Zwar wurde der Bolide zum Glück kaum beschädigt, dass Rennwochenende musste man aber trotzdem vorzeitig für beendet erklären.

Photos by ACI Sport

Last Updated on 28. Juni 2021 by Peter Schabernack

1 Comment

1 Comment

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

More in Int. Hill Climb