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Slovakia Baba 2020

Photos by race.sk

Spannendes Rennwochenende in der Slowakei
Die Gesamtsiege feiern Fausto Bormolini und Szymon Lukaszczyk


 

Gesamtergebnis Slovakia Baba 2020 – Samstag

 

Gesamtergebnis Slovakia Baba 2020 – Sonntag

 


Video

 


Bericht:

Beim Auftakt zur slowakischen Bergmeisterschaft sowie den Läufen 3 und 4 der polnischen Meisterschaft herrschten an beiden Tagen recht unterschiedliche Bedingungen. War es am Samstag noch sonnig mit fast noch sommerlichen Temperaturen, sorgte eine Kaltfront in der Nacht zum Sonntag für Abkühlung und Regen. Dieser begleitete uns bis zum 1. Rennlauf, ehe dieser endgültig abklang und die Strecke langsam aufzutrocknen begann. Der 2. Rennlauf konnte dann von den Piloten bereits mit Slicks in Angriff genommen werden. Organisatorisch lieferte das Team vom AST Presskam eine tadellose Veranstaltung ab, und auch den Start zu verlegen und damit die Strecke zu verkürzen war eine absolut richtige Entscheidung zugunsten der Sicherheit.

Aufgrund der unterschiedlichen Bedingungen werden wir die beiden Renntage getrennt voneinander aufarbeiten. Am sonnigen Samstag konnte der italienische Berg-EM Routinier Fausto Bormolini (Foto) endlich das Pech der letzten Rennen ablegen und mit dem Reynard K02 F3000 endlich ein weitestgehend problemfreies Wochenende absolvieren. Mit starken Zeiten am mächtig klingenden Boliden ließ er der Konkurrenz keine Chance, was schlussendlich mit einem vollen Erfolg beim 1. Rennen belohnt wurde. Damit stand einer der wohl größten Erfolge der letzten Jahre für ihn und sein Team zu Buche, was für die anstrengenden Rennen zuletzt ein wenig entschädigte. Auf dem zweiten Gesamtrang folgte bereits der Kärntner Hermann Waldy jun. mit seinem weiter verbesserten Tatuus Formel Master S2000, der mit einer spektakulären Fahrweise famose Zeiten am Baba realisierte. Dabei konnte er sich eindrucksvoll in Szene setzen und sich dabei von Lauf zu Lauf weiter steigern, womit am Ende auch der Klassensieg bei den offenen Formelboliden bis 2l Hubraum zu Buche stand. Nach einem spannenden Kampf konnte er dabei um gerade einmal 0,6sec. die weitere Konkurrenz auf Distanz halten. Diese führte ein weiterer Italiener an, wobei die Rede hier von Renzo Napione ist. Dieser konnte ebenfalls an diesem Tag mit seinem Reynard K02 F3000 für Furore sorgen und die technischen Probleme der letzten Rennwochenenden abschütteln. Der spektakuläre Bolide lief einwandfrei und auch mit seinen gefahrenen Zeiten zeigte sich der Routinier am Ende sehr zufrieden, womit ihm auch noch der Sprung aufs Podium noch vor den schnellsten Tourenwagenpiloten gelang. Diese führte der Pole Szymon Lukaszczyk (Titelbild) mit seinem Mitsubishi Lancer Evo 5 AMS an, der mit einer großartigen Performance zu begeistern vermochte. Dabei war es für ihn der erste Start beim Rennen auf den Baba, was seine gezeigte Leistung nochmals unterstrich. Schlussendlich konnte er einen Vorsprung von über 7sec. Gesamt auf den nächsten Tourenwagen herausfahren. Dieser war sein Landsmann Sebastian Dubaj im Mitsubishi Lancer Evo 9 AMS, der sich in einem spannenden Kampf am Ende durchsetzen konnte und damit seine Leistung vom Auftaktwochenende in Sopot eindrucksvoll bestätigte. Mit einer famosen Leistung konnte er einen Vorsprung von 0,47sec. herausfahren und damit ein Topresultat fixieren. Diese fehlten schlussendlich dem Polen Waldemar Kluza im Skoda Fabia RS5, der aber ebenfalls mit starken Zeiten zu begeistern vermochte. Trotzdem war er am Ende des Tages mit dem Resultat nicht ganz zufrieden, da sich am spektakulären Boliden ein technisches Problem im Elektronikbereich einschlich, was eine wohl bessere Laufzeit verhinderte. Auf dem siebenten Gesamtrang folgte der nächste Pole mit Daniel Stawiarski in einem mächtigen Mitsubishi Lancer Evo 9, der mit seiner spektakulären Fahrweise auch am Baba zu überzeugen vermochte. Mit einer Topleistung konnte er auch die Gruppe 2 für sich entscheiden und damit einen vollen Erfolg realisieren. Übrigens, in Polen und auch in der Slowakei wird bereits nach Performancefaktor bei den Tourenwagen eingeteilt. Die Top8 komplettierte am Samstag der beste Slowake mit Igor Drotar (Foto), der diesmal jedoch auf einen Skoda Fabia R5 an den Start ging. Mit dem Boliden konnte er jedoch ebenfalls spitzen Zeiten fixieren und damit klar die Gruppe 3 für sich entscheiden.

Wie bereits kurz erwähnt folgte über Nacht zum Sonntag der Wetterumschwung. Ein gemütlicher Regen brach über die Region Pezinok herein, welcher bis zum 1. Rennlauf anhielt. Die Strecke trocknete aufgrund des Windes aber doch schnell ab, so dass in Rennlauf 2 bereits alle Piloten wieder auf Slicks an den Start gehen konnten. Am Gesamtergebnis änderte das aber nichts, denn der Pole Szymon Lukaszczyk (Titelbild) war mit seinem Mitsubishi Lancer Evo 5 AMS bereits in Rennlauf 1 auf noch feuchter Strecke für die schnellen Formelpiloten enteilt. Mit einer herausragenden Performance konnte er sich eindrucksvoll in Szene setzen und damit den Gesamtsieg am Baba realisieren, womit er seine Leistung vom Vortag eindrucksvoll untermauerte. Auf dem zweiten Platz folgte Gesamt der Italiener Fausto Bormolini, der an diesem Tag auf die Trainingsläufe mit seinem Reynard K02 F3000 verzichtete. Mit einer beeindruckenden Bestzeit in Rennlauf 2 konnte er sich noch auf diesen Rang verbessern und damit ein ebenfalls spitzen Ergebnis realisieren. Nach dem vollen Erfolg am Vortag war es für den Routinier ein mehr als glückliches Rennwochenende in der Slowakei, womit man sehr zufrieden die Heimreise antrat. Das Podium komplettierte am Sonntag der Pole Waldemar Kluza (Foto), der sich diesmal gegen die weitere Konkurrenz durchsetzen konnte und damit Rang Zwei bei den Tourenwagen fixieren konnte. Der Skoda Fabia RS5 funktionierte diesmal ohne jegliche Probleme und mit einer spektakulären Vorstellung konnte er eindrucksvolle Zeiten erreichen. Damit stand für ihn am Baba ein großartiger Erfolg zu Buche. Mit knapp über 1,3sec. Rückstand ging der vierte Gesamtrang ebenfalls nach Polen an Sebastian Dubaj, der im Mitsubishi Lancer Evo 9 AMS erneut zu begeistern vermochte. Damit stand für ihn der dritte Gesamtrang bei den stark besetzten Tourenwagen zu Buche, womit er für die Meisterschaft weitere wichtige Punkte fixieren konnte. Die Top5 Gesamt komplettierte sein Landsmann Daniel Stawiarski, der erneut mit seinem beherzten Fahrstil am Steuer seines Mitsubishi Lancer Evo 9 zu überzeugen vermochte. Mit einer grandiosen Leistung stand für ihn am Ende des Tages der erneut überlegene Sieg in der Performance Gruppe 2 zu Buche, wobei er gerade einmal 0,9sec. auf seinen Markenkollegen einbüßte. Den sechsten Gesamtrang sicherte sich der Italiener Renzo Napione, der mit seinem Reynard K02 F3000 auch bei schwierigen Bedingungen zu überzeugen vermochte. Dabei ließ er sich auch vom Regen am Vormittag nicht bremsen und mit einer fehlerfreien Leistung stand schlussendlich dieses exzellente Ergebnis für ihn zu Buche. Damit stand für den Routinier ein weiteres Erfolgserlebnis zu Buche. Auf dem siebenten Platz folgte mit Igor Drotar der beste Slowake wie schon am Samstag, der mit seinem Skoda Fabia R5 erneut zu begeistern vermochte. Mit einer tollen Performance konnte er sich herausragend in Szene setzen und dabei mit famosen Zeiten glänzen, was mit diesem spitzen Resultat belohnt wurde. Die Top8 komplettierte sein Landsmann Tomas Ondrej (Foto), der mit seinem Mitsubishi Lancer Evo 9 eine mehr als spektakuläre Vorstellung ablieferte. Dabei konnte er mit famosen Zeiten überzeugen und damit auch die Gruppe 4 klar für sich entscheiden, was ihm übrigens bereits am Vortag bei trockenen Bedingungen gelang.


Bericht Österreicher

Drei Fahrer unserer Nation waren ebenfalls im slowakischen Pezinok mit von der Partie. Dabei konnte er der Kärntner Hermann Waldy jun. (Foto) mit einer großartigen Performance beim Rennen am Samstag überzeugen. Mit seinem über den Winter weiter verbesserten Tatuus Formel Master S2000 konnte er herausragende Zeiten erreichen und dabei mit seinem beherzten Fahrstil für Furore sorgen. Dabei konnte er sich schlussendlich nicht nur den Klassensieg in der Gruppe D/E2 bis 2l Hubraum sichern, sondern auch im Gesamtklassement mit Platz Zwei ein mehr als beeindruckendes Ergebnis fixieren. Damit zeigte er sich beim ersten Test am Berg mehr als zufrieden, woraufhin man bereits am Abend sich dazu entschloss, vorzeitig den Boliden in den Transporter zu verladen. Die schlechte und dann auch zutreffende Wetterprognosse für Sonntag war dafür ebenfalls ausschlaggebend.

Ebenfalls bei den Formelboliden mit von der Partie war der Wiener Josef Tarmann, der die kurze Anreise dafür nutzte, um wieder ein wenig Rennluft mit seinem Dallara Mercedes F302 zu schnuppern. Mit einer soliden und fehlerfreien Leistung konnte er sich am Samstag immer weiter steigern. Am Ende stand für ihn in der stark besetzten Klasse D/E2 bis 2l Hubraum der exzellente fünfte Rang zu Buche. Damit war man am Ende mehr als zufrieden. Auch er entschloss sich am Abend bereits am Sonntagvormittag die Heimreise aufgrund der nicht gerade optimalen Prognose mit Regen anzutreten.

Bei den Tourenwagen feierte der Kärntner Gerald Glinzner (Foto) seine Premiere mit dem neuen Porsche 911 GT3 Cup. Mit dem mächtig klingenden Boliden nutzte er die Möglichkeit um beim Bergrennen Baba einige Rennkilometer zu absolvieren. Mit 2 Trainings- und Rennläufen sowohl am Samstag als auch Sonntag bot sich die 4,5km lange Strecke perfekt dafür an. Im Laufe des Wochenendes konnte er sich mit dem weiß-schwarzen Boliden immer weiter steigern und dabei auch im Regen mit einer tadellosen Leistung überzeugen. In der Performance Gruppe 2 konnte er schlussendlich mit den Plätzen Fünf und Vier tolle Resultate erreichen und dabei wichtige Erkenntnisse mit diesem Boliden gewinnen.

Photos by race.sk

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