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Berg-EM Trento Bondone 2019

Photos by Scuderia Trentina

Das Wetter spielt am Renntag leider nicht ganz mit
Trotzdem gewinnt Simone Faggioli den italienischen Bergklassiker, Manuel Dondi gewinnt mit neuem absoluten Tourenwagenstreckenrekord


 

Gesamtergebnis Modern Trento Bondone 2019

 

Gesamtergebnis Historic Trento Bondone 2019

 


Bericht:

Ein heftiger Gewitterregen mit Hagel sorgte am Renntag dafür, dass der Bergklassiker Trento Bondone in Italien für knapp eine Stunde unterbrochen werden musste, ehe man den einzigen Rennlauf fortsetzen konnte. Dabei mussten die Fahrer aus der CN-Klasse bereits bei feuchter Strecke die über 17km auf den Monte Bondone in Angriff nehmen, ehe man gezwungen war, den Rennlauf am Sonntag zu unterbrechen. Als letztes schafften es die Tourenwagenpiloten aus der E2-SH Klasse noch Trocken ins Ziel. Daraufhin mussten die Fahrer der offenen Sportprototypen (E2-SC) und Rennwagen (D, E2-SS) auf Regenreifen wechseln. So konnte erst kurz nach 18.00 Uhr das Rennen in Italien für beendet erklärt werden. Zuvor hatte man am Samstag noch das Glück, die 2 Trainingsläufe noch im Trockenen zu beenden, ehe am Abend ebenfalls ein mächtiges Gewitter über die Region zog.

Mit einem waren Traumlauf bei schwierigen Bedingungen konnte der Italiener Simone Faggioli (Titelbild) schlussendlich doch noch den Gesamtsieg bei diesem Klassiker einfahren. Mit seinem Norma M20FC Zytek schaffte er es schlussendlich als einziger, die 10min. Schallmauer zu unterbieten und sich so zum großen Sieger bei der 69. Ausgabe zu küren. Damit startete er mit einem beeindruckenden Erfolg in die 2. Saisonhälfte der Berg Europameisterschaft. Auf dem zweiten Gesamtrang folgte bereits der schnellste Tourenwagenpilot an diesem Wochenende mit dem Italiener Manuel Dondi (Foto), der als einer der letzten Fahrer noch bei idealen Streckenverhältnissen ins Ziel kam. Und diese nutzte er mit seinem komplett überarbeiteten Fiat X 1/9 Alfa Romeo dazu, um einen neuen beeindruckenden Streckenrekord in Trento Bondone aufzustellen. Dabei konnte er mit einer herausragenden Performance nicht nur seinen eigenen E2-SH Rekord unterbieten, sondern sogar den Tourenwagenrekord aus 2007 vom unvergessenen Georg Plasa um über 6sec. verbessern. Das Podium im Gesamtklassement komplettierte der Italiener Giuseppe Ghezzi (Foto), der mit seinem Porsche 911 GT3 R den Bergklassiker in Trento in Angriff nahm und mit diesem Boliden eine eindrucksvolle Leistung ablieferte. Bereits im Training konnte er sich mit dem mächtigen Boliden exzellent in Szene setzen und Topzeiten erreichen. Im einzigen Rennlauf konnte er sich dann noch weiter steigern und um 1,3sec. sogar den GT-Streckenrekord aus dem Vorjahr unterbieten. Rang Vier Gesamt ging an den Süditaliener Lucio Peruggini, der mit seinem Lamborghini Huracan GT3 überraschend in seiner Klasse eine Niederlage hinnehmen musste. Trotzdem konnte er sich mit dem einmalig klingenden Boliden ein weiteres Topergebnis in dieser Saison sichern und den zweiten Platz bei diesem Bergklassiker fixieren. Die Top5 im Gesamtklassement komplettierte Denny Zardo im Norma M20FC Zytek, der mit einer ebenfalls großartigen Leistung bei schwierigen Bedingungen am Renntag zu überzeugen vermochte. Mit einer tollen Performance konnte er sich noch gegen die restlichen Fahrer der offenen Boliden durchsetzen und so ein weiteres Topergebnis erzielen, wobei es in der Klasse zum ausgezeichneten zweiten Platz hinter Simone Faggioli reichte. Rang Sechs ging Gesamt an den besten ausländischen Gast in Italien: Dan Michl konnte mit seinem Lotus Elise ein großartiges Rennen absolvieren und bei seiner Rückkehr auf den Monte Bondone gleich ein Topergebnis fixieren. Für den Tschechen stand schlussendlich der ausgezeichnete zweite Platz in der E2-SH Klasse zu Buche. Dahinter folgte erst der Südtiroler Christian Merli im Osella FA30 Zytek LRM, der am Renntag leider nicht vom Glück verfolgt war und mit Motorproblemen haderte. Am Ende war man froh, es überhaupt in die Wertung zu schaffen und mit ein wenig Glück stand auch noch knapp der Sieg in der Gruppe D, E2-SS zu Buche. Somit konnte man für die Berg Europameisterschaft wieder volle Punkte realisieren, womit man weiterhin zusammen mit Simone Faggioli in Führung bleibt. Mit einem Rückstand von gerade einmal 0,17sec. (!) komplettierte der Vorarlberger Christoph Lampert (Foto) die Top8 bei seinem ersten Antreten in Trento. Dabei konnte er bei schwierigen Bedingungen eine famose Zeit mit seinem Osella FA30 Zytek realisieren und so dieses ausgezeichnete Ergebnis einfahren. Damit konnte er mit dem ausgezeichneten zweiten Rang in der Gruppe D, E2-SS glänzen und so den italienischen Bergklassiker erfolgreich bezwingen. Rang Neun Gesamt ging wieder nach Italien an Luca Gaetani, der im Ferrari 458 GT3 eine ebenfalls starke Vorstellung am Monte Bondone ablieferte und sich grandios in Szene setzen konnte. Schlussendlich konnte er noch den letzten Platz am Podium in der GT Klasse fixieren und so ein Topergebnis realisieren. Die Top10 im Gesamtklassement komplettierte in diesem Jahr der schnellste Gruppe A Pilot mit Tiziano Nones, der mit seinem Ford Fiesta WRC auch bei der 2019er Auflage für Furore sorgen konnte und dabei am Renntag eine eindrucksvolle Zeit realisieren konnte. So konnte er auch den Südtiroler Rudi Bicciato im Mitsubishi Lancer Evo 6 auf Distanz halten, der auf Gesamtrang 11 ein ebenfalls spitzen Resultat erreichte. Leider gab es am Ende auch einige Ausfälle zu beklagen, wobei der Norditaliener Michele Fattorini im Osella FA30 Zytek LRM als letzter Teilnehmer bereits im unteren Bereich der Strecke sich einen Dreher leistete und so es nicht in die Wertung schaffte. Zum Glück dürfte beim Einschlag in die Leitplanken der Bolide nicht allzu schwer beschädigt worden sein. Aber auch der Süditaliener Achille Lombardi schaffte es bei den schwierigen Bedingungen am Renntag mit seinem Osella PA21 JRB nicht in die Wertung. Erst gar nicht zum Rennlauf antraten die Tschechen Petr Vitek im Osella PA30 Zytek und Martin Vondrak im Tatuus Master NT07, sowie der Luxemburger Guy Demuth im Norma M20FC Judd und der Schweizer Fabien Bouduban im Norma M20FC Zytek, die das Risiko nicht in Kauf nahmen, auf der über 17km langen Strecke in einen Unfall verwickelt zu werden.

Aus österreichischer Sicht stellte sich bei den „Modernen Fahrzeugen“ der Salzburger Bernhard Permetinger erstmals der Herausforderung Trento Bondone. Zunächst begann aber für ihn das Wochenende nicht nach Wunsch und im Mittelteil der Strecke musste er seinen BMW E30 M3 mit technischen Problemen neben der Strecke abstellen. Jedoch konnte man vor Ort den Defekt erfolgreich beheben, womit man Trainingslauf 2 bereits wieder in Angriff nehmen konnte. Nach einer starken Vorstellung im einzigen Rennlauf konnte man sich den eindrucksvollen zweiten Rang in der Gruppe E1 bis 3l Hubraum sichern, womit gleich ein Topergebnis zu Buche stand. Dabei musste er sich dem Italiener Francesco Allieri im Abarth 500 gerade einmal um 1,1sec. geschlagen geben. Der Sieg bei den E1 Boliden ging an den Italiener Giuseppe D´Angelo (Foto), der im spektakulären Renault Clio RIII Proto mit einer beeindruckenden Vorstellung glänzen konnte. Nach einer eindrucksvollen Zeit im einzigen Rennlauf am Sonntag stand mit dem 2l Boliden auch der achte Platz Gesamt bei den Tourenwagen zu Buche, wohlgemerkt auf Gesamtrang 12 über alle Klassen. Dahinter folgte bereits der Sieger aus der 1,6l Klasse mit dem Italiener Giovanni Regis, der sich mit seinem Peugeot 106 GTI 16V einen beeindruckenden Sieg sichern konnte und dabei den Finnen Mikko Kataja auf den zweiten Rang verdrängen konnte. Dieser stellte sich mit seinem Toyota Starlet 16V erstmals der Herausforderung in Trento und wurde gleich mit Rang Drei Gesamt in der Gruppe E1 dafür belohnt, wobei er mit seiner spektakulären Fahrweise die Zuseher entlang der Strecke begeisterte. Ebenfalls erfolgreich konnte den Monte Bondone der Deutsche Manfred Schulte bezwingen, der seinen Citroen Nemeth AX Kit Car auf den fünften Platz in der 1600er Klasse ins Ziel brachte. Auch hier mussten einige Piloten auf einen Start am Renntag verzichten, darunter der Deutsch-Italiener Egidio Pisano mit seinem VW Minichberger Golf 16V, der aufgrund von einem Getriebeproblem nicht mehr den Rennlauf in Angriff nehmen konnte. Aber auch der Südtiroler Harald Freitag musste bereits in Trainingslauf 1 die Segel mit seinem mächtig klingenden Opel Böhm Kadett C 16V streichen.

Einen vollen Erfolg bei seinem Heimrennen konnte auch der Italiener Antonino Migliuolo in der Gruppe N verbuchen. Mit einer tollen Performance am Steuer seines Mitsubishi Lancer Evo 9 konnte er sich gegen die Italienerin Gabriella Pedroni (Foto) auf einem weiteren Mitsubishi Lancer Evo 9 durchsetzen. Damit konnte er auch die Führung in der Berg Europameisterschaft übernehmen, da der Führende Tscheche auf den Einsatz in Trento Bondone verzichtete. Rang Drei ging in der Gruppe N an den Slowaken Peter Ambruz, der sich mit seinem Mitsubishi Lancer Evo 9 gerade einmal um 0,8sec. gegen den Tschechen Tomas Vavrinec durchsetzen, der ebenfalls auf einen Mitsubishi Lancer Evo 9 vertraute. Dahinter kam noch die Slowakin Anna Ambruz mit ihrem Honda Civic Type R in die Wertung.


Historische
Ihren 4. Lauf zur Historic Berg-EM absolvierten die Teilnehmer ebenfalls beim Bergklassiker Trento Bondone. Dabei kam es zu einem äußerst spannenden Duell um den Gesamtsieg, wobei wie erwartet die Italiener sich durchsetzen konnten.

So sicherte sich Lokalmatador Adolfo Bottura (Foto) mit seinem Osella PA 9/90 den vollen Erfolg bei den Historischen. Mit einer exzellenten Zeit im einzigen Rennlauf konnte er die Konkurrenz auf Distanz halten und so den Sieg beim Bergrennen Trento Bondone einfahren. Rang Zwei mit über 9sec. Rückstand ging an Piero Lottini auf einem weiteren Osella PA 9/90, der mit diesem Boliden eine ebenfalls beeindruckende Leistung ablieferte und sich grandios in Szene setzen konnte. Damit konnte er auch für die Berg-EM wichtige Punkte realisieren und somit ein sehr erfolgreiches Rennwochenende feiern. Das Podium komplettierte bereits der schnellste Tourenwagen mit Alessandro Zanolli, der mit seinem Ford Sierra Cosworth eine beeindruckende Leistung ablieferte und im einzigen Rennlauf eine beeindruckende Zeit realisieren konnte. Jedoch startete er nur im Zuge der italienischen Meisterschaft, womit das Podium in der Berg-EM Wertung sein Landsmann Maurizio Visintaner komplettierte. Der lieferte mit seinem BMW M3 E30 aus der Kategorie 4 eine ebenfalls grandiose Vorstellung ab, was schlussendlich mit diesem exzellenten Ergebnis belohnt wurde.

Bester Österreicher und zugleich schnellster ausländischer Fahrer wurde auf Platz Sieben der Kärntner Harald Mössler (Foto). Mit seinem spektakulären Steyr Puch Berg Spyder konnte sich der Italien Spezialist einmal mehr beeindruckend in Szene setzen und mit einer grandiosen Performance für Furore sorgen. Damit konnte er sich auch in der stark besetzten Kategorie 1 einen weiteren vollen Erfolg sichern. Dabei konnte er sich gegen den Schweizer Markus Jörg durchsetzen und diesen klar auf Distanz halten. Für den Lotus Eleven Pilot war es jedoch der erste Start bei diesem Bergklassiker. Das Podium komplettierte der junge Steirer Fabio Labner, der bei seiner Trento Bondone Premiere eine großartige Leistung am Steuer seines Austin Mini Cooper S ablieferte. Nach einer eindrucksvollen Zeit im einzigen Rennlauf stand auch der Sieg in der 1300er Klasse zu Buche, womit man gleich mit einem vollen Erfolg überzeugen konnte. Rang Vier ging an den Oststeirer Christian Holzer im Steyr Puch 650 TR, der nach einer tollen Performance auch wieder die stark besetzte 850er Klasse für sich entscheiden konnte. Somit konnte er sich auch für die Berg-EM Wertung weitere wichtige Punkte sichern. In dieser Klasse feierte der Oberösterreicher Bernhard Deutsch (Foto) wieder ein Erfolgserlebnis mit seinem Steyr Puch 650 TR, was nach zwei Ausfällen Balsam auf der Seele war. Nach einer exzellenten Zeit konnte er sich beim italienischen Bergklassiker ein spitzen Ergebnis sichern. Das Podium komplettierte der Schwede Anders Jensen im Saab 96 Sport, der somit ein ebenfalls starkes Resultat beim Bergrennen Trento Bondone realisieren konnte. Dahinter folgten in der 850ccm Klasse die Oberösterreicher Fraktion, welche Johannes Esterbauer auf Rang Vier anführte. Mit seinem roten Steyr Puch 650 TR konnte er sich eindrucksvoll in Szene setzen und schlussendlich ein spitzen Ergebnis am Monte Bondone realisieren. Mit 6,85sec. Rückstand folgte auf Platz Fünf sein Teamkollege Alexander Seethaler auf einem weiteren Steyr Puch 650 TR, der somit ebenfalls ein starkes Resultat bei diesem Bergklassiker einfahren konnte. Und Rang Sechs ging noch an Gerhard Mühlparzer, der sich mit seinem Steyr Puch 650 TR erstmals dieser Herausforderung stellte und sich am Ende nach einer fehlerfreien Leistung ein spitzen Ergebnis sichern konnte.

In der Kategorie 2 lief es für die Österreicher bis auf Rudolf Sporer nicht nach Wunsch. Der Obersteirer konnte sich aber mit seinem Alfa Romeo Giulia 1.6 exzellent in Szene setzen und mit einer tadellosen Vorstellung überzeugen. Der Lohn war schlussendlich der volle Erfolg in der Klasse B4 bis 1,6l Hubraum, womit man ein sehr erfolgreiches Trento Wochenende absolvieren konnte. Pech hatten jedoch der Salzburger Max Lampelmaier im wunderschönen Ford Escort RS 1600 BDA und auch der Kärntner Walther Stietka im VW Käfer 1302 S, die beide ihre Boliden im oberen Bereich der Strecke abstellen mussten und so leider einen Ausfall zur Kenntnis nehmen mussten. Den Sieg sicherte sich wie erwartet der Italiener Giuliano Palmieri, der mit seinem De Tomaso Pantera die starke Konkurrenz auf Distanz halten konnte und zudem mit Gesamtrang Vier in der Historic Berg-EM Wertung glänzen konnte. In der Kategorie 3 hielt der Weststeirer Reinhold Prantl (Foto) die österreichischen Fahnen hoch, wobei er sich mit seinem Porsche 911 Carrera RS erstmals der Herausforderung in Trento stellte. Dabei konnte er sich gleich exzellent in Szene setzen und eine tolle Performance im einzigen Rennlauf mit dem zweiten Klassen- und Gesamtrang in dieser Kategorie belohnen. Dabei musste er sich nur dem Italiener Salvatore Patamia auf einem weiteren Porsche 911 SC geschlagen geben, der somit die Kategorie 3 für sich entscheiden konnte. Pech hatte in dieser Gruppe der Franzose Jean Marie Almeras, der seinen mächtigen Porsche 935 im Mittelteil der Strecke mit einem technischen Gebrechen abstellen musste. Und in der Kategorie 5 war der Steirer Michael Pauscher (Foto) mit seinem PRS Formel Ford erstmals in Trento Bondone mit von der Partie. Mit einer exzellenten Leistung konnte er sich eindrucksvoll in Szene setzen und sich nach einer beherzten Vorstellung als zweitbester Österreicher feiern lassen. In der Klasse E2 bis 1,6l Hubraum verpasste man um gerade einmal 2,7sec. einen Podiumsplatz, wobei auch Rang Vier ein Topergebnis darstellte. Gesamt konnte man sich in dieser Kategorie den fünften Platz sichern. Der Sieg ging wenig überraschend nach Tschechien an Ondrej Chytil, der im Formel Easter MTX 1-03 einen weiteren vollen Erfolg realisieren konnte, jedoch kam ihm der Italiener Roberto Buratti im Van Diemen RF70 bis auf 2,16sec. doch sehr nahe.

Photos by Scuderia Trentina

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